Programm 2019

«Ursprung»

Das Eröffnungskonzert der Biennale von Ensemble ö! im Bündner Kunstmuseum präsentiert drei gewichtige Werke von Anfang, Mitte und Ende des 20. Jahrhunderts. Es leitet ein in die folgenden Konzerte, die schliesslich hauptsächlich Musik des 21. Jahrhunderts präsentieren. Claude Viviers Pulau Dewata, eine Komposition für variable und frei wählbare Besetzung, lehnt sich an die Gamelanmusik aus Java und Bali ein. Diese alte Musiktradition wird von Vivier in unsere Zeit transportiert. Ebenso auf sehr viel ältere Musik bezieht sich Iannis Xenakis in einem seiner ersten Werke, Zyia für Sopran, Flöte, Klavier und Tenorstimmen. Hier imaginiert er die archaische Musik des antiken Griechenlands. Mit einem der wohl bekanntesten Werke des 20. Jahrhunderts schliesst dieses Eröffnungskonzert, dem Boléro von Maurice Ravel. So bekannt dieses Werk heute ist, so sehr auf Unverständnis stiess es bei seiner Uraufführung 1928. Dies macht deutlich, wie visionär Ravels Denken war und Türen für neue Musik öffnete.

Mitwirkende

Riccarda Caflisch, Flöte
Manfred Spitaler, Klarinette
David Sontòn Caflisch, Violine
Genevieve Camenisch, Viola
Christian Hieronymi, Violoncello
Asia Ahmetjanova, Klavier
Daniel Stalder, Schlagzeug

4 Tenöre
Leitung: Christoph Waltle

Programm

Claude Vivier (1948-1983) Pulau Dewata (1977)
für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Schlagzeug
Iannis Xenakis (*1922) Zyia (1952)
für Sopran, Flöte, Klavier und Männerchor
Maurice Ravel (1875-1937) Boléro (1928)
für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
(Bearbeitung von David Sontòn Caflisch, 2014)
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